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Die Wahl des Hochzeits-Fotografen

 

Niemals ohne Portfolio

Ein erfahrener und guter Hochzeits-Fotograf hat ein anständiges Portfolio auf seiner Website. Damit meinen wir nicht ein ”best of” aus seinen letzten 10-15 Jahren, sondern ein ausführliches Portfolio, anhand dessen Sie sich einen Eindruck vom Stil seiner Bilder machen können. 

Hat der Fotograf ein Auge für Details? Fängt er Momente ein? Achtet er auf Kleinigkeiten? Deckt sich sein Stil mit Ihren Vorstellungen? Nur wenn man eine ganze Hochzeit gesehen hat, hat man eine Vorstellung davon, was man kauft.

”Available Light Fotograf”

Falls Ihnen der Fotograf mitteilt, dass er ”Available Light Fotograf” oder ”Natur-Licht-Fotograf” sei, dann raten wir Ihnen, weiter zu suchen. Zumindest jedoch, ist hier eine gewisse Skepsis angebracht. Wir geben zu, es tönt richtig toll, und dem ist etwas sehr Künstlerisches und/oder Tiefgreifendes abzugewinnen. Sätze wie ”Ich mag es halt natürlich”, ”ich bin kein Freund von Kunstlicht”, etc. sollten Sie aufhorchen lassen. Eigentlich sagt Ihnen der Fotograf damit nur, dass er Angst vor solchen Dingern hat. Eines sollten Sie wissen: ein Fotograf bevorzugt eigentlich immer natürliches Licht. Kein Blitz der Welt kann Sonnenlicht zur richtigen Zeit ersetzen. Aber, ein guter Fotograf weiss mit künstlichem Licht und Blitzen umzugehen und setzt diese gezielt an den richtigen Stellen ein. Dass ein Hochzeits-Fotograf sich als ”Available Light Fotograf” bezeichnet macht also nicht wirklich Sinn.

Blitzen bei der Trauung ist tabu

Oh ja, leicht verwirrend… wir wissen es. Gerade eben haben wir noch gesagt, dass ein anständiger Fotograf mit Blitzlicht umgehen kann. Aber wir sind der Meinung, dass ein Blitz bei einer Hochzeit nicht viel bis gar nichts verloren hat, vor allem jedoch nicht bei der Trauung selbst. Auch in einer etwas dunklen Kirche kann eine gute Kamera mit lichtstarkem Objektiv sehr tolle Bilder einfangen. Es reicht doch schon, dass Familie und Freunde während des Eheversprechens, dem Ringe anstecken und dem langersehnten Kuss, die Szenerie erhellen.

Diskretion

Es gibt sie tatsächlich, die Entertainer. Einige Fotografen laufen zur ”Höchstform” auf, rennen durch die Gegend, mit einem riesigen Fotoapparat, der immerfort blitzt, und meint auch noch, ständig dazwischen reden zu müssen: ”bitte die Hand ein wenig höher, schauen Sie doch etwas freundlicher, ja ganz toll, bitte hierhin schauen, ja genau so…”. RUHE! Ein richtig guter Hochzeits-Fotograf ist so unauffällig wie möglich. Momente und Situationen kann man nur einfangen, wenn man diese nicht verfälscht und selber daran teilnimmt. 

Geiz ist geil / Wer billig einkauft, kauft Frust

Sehr viele Brautpaare geben ein Vermögen und ein Vielfaches für das Menü aus, was ein Fotograf kostet. Denkt man aber über die Wertigkeit dieser Bilder nach, und macht man sich bewusst, wie viel einem daran liegt, schöne Fotos als Erinnerung an diesen Tag zu haben, dann sollte man sich fragen, warum das Essen eines Abends, welches in 1-2 Stunden verputzt ist und mit einigen Litern von Alkohol runter- resp. weggespült wird, erheblich weniger wert sein soll, als die Fotos, die Sie noch den Rest Ihres Lebens anschauen werden.

Einige von Ihnen waren bestimmt schon mal an einer Hochzeit, bei der ein Freund oder ein Familien-Mitglied, der begeisterter Hobby-Fotograf ist, bessere Fotos abgeliefert hat, als der gebuchte Fotograf. Das liegt meistens daran, dass der Amateur für die Fotografie ”brennt” und deshalb mehr Liebe ins Detail steckt und sich auf Momente konzentriert und diese einfängt. Diese Fotos sind wahrscheinlich technisch nicht korrekt, aber die Bilder leben und darum geht es bei der Hochzeits-Fotografie. Wenn man in diesem Fall genauer nachfragt, erfährt man meistens, dass der gebuchte Fotograf unter CHF 1’000.— für den ganzen Tag verlangt hat. Selbst wenn man ”nur” CHF 800.— bezahlt hat, ist es zum Fenster hinaus geworfenes Geld, wenn man mit dem Resultat nicht zufrieden ist.

Lassen Sie sich nichts vormachen, und vor allem machen Sie sich selbst nichts vor! Ein Fotograf, der von seinem Beruf leben kann (und man kann nur gut sein, wenn man davon leben kann), wird für einen Tag, ca. 6 h und ca. 200-400 bearbeitete Fotos, ab CHF 3'000.— verlangen.

Wow, diesen Stundenlohn hätte ich auch gerne!

Das ist ein grosser Denkfehler, den so ziemlich jeder in der Kreativ-Branche trifft. Wir können das mal so grob über den Daumen durchrechnen.

Eine Hochzeitsreportage von 8 Stunden kostet bei uns CHF 3’850.- Das würde dann einen Stundenlohn von 480.- ergeben. Das ist selbstverständlich völliger Unfug! Die Bearbeitung und die An- und Abreise ergibt in der Regel den gleichen Zeitaufwand wie die Reportagenzeit. Damit kommen wir auf einen Stundenlohn von CHF 240.-. Klingt ja immer noch nach unanständig viel.

Jeder Fotograf ist eine kleine Firma, die Ausrüstung anschaffen muss (welche absolut nicht günstig ist), die Aufwände ausserhalb der verrechneten Stunden hat (Büro, Studio, Auto, Computer, Software, Organisation, Website, Buchhaltung, Werbung, Wartung der Ausrüstung, Weiterbildung, usw.). Dies alles muss nicht nur finanziert werden, nein, am Ende des Tages sollte ja noch etwas Geld übrig sein, was man zu Überleben braucht.

Gehen wir auswärts essen, bezahlen wir ja auch ganz selbstverständlich nicht nur den reinen Wert des Schnitzels oder Filets. 

Basierend auf durchschnittlichen Preisen von Kamera-Verleihern, ausgehend von 1 Kamera, ein paar Optiken, Blitzgeräte und einiges an Kleinod (Filter, Batterien, Reflektoren, Kabel, Taschen, etc), kommen wir sehr schnell auf ca. CHF 800.—, die der Fotograf für eine Tagesmiete investieren müsste. Je nach Qualitäts-Massstab auch mehr.

”Aber das bezahle ich doch nicht! Der hat doch sein eigenes Equipment!”, werden Sie jetzt sagen. Ja klar, aber auch das musste mal gekauft werden. Was so um die 25’000.— gekostet hat, und hier reden wir NICHT von ”High End” Equipment, sondern sagen wir von Mittelklasse. Und vieles davon muss von Zeit zu Zeit ersetzt werden. Eine Kamera, die im Dauereinsatz war, muss ungefähr nach 4-5 Jahren ersetzt werden. Teure Akkus, Generatoren, Blitzlampen, Blitzanlagen usw, geben den Geist auf. Huch, und versichern muss er das ja auch noch! Lange Rede kurzer Sinn: er muss seine Ausrüstung mit einberechnen, damit er überleben kann.

Weiter müssen noch die MwSt, Einkommens-Steuer und Sozialversicherungen abgezogen werden. Grob überschlagen bleiben dann noch ca. CHF 2’200.— übrig. Wenn er/sie nun auch noch schnell ist, hat er/sie für eine Hochzeit einen gesamten Zeitaufwand von ca. 25 Stunden, inkl. Vorgespräch, An-/Abreise, Vorbereitung, Bearbeitung der Bilder, Archivierung. Dies macht einen Stunden-Lohn von CHF 100.—. So übel ist das ja nicht!

Es gibt schlimmeres. ABER: alle die oben erwähnten Aufwände, wie Computer, Software, Büro, Studiomiete, Werbung usw. sind hier NICHT abgezogen. Rechnen wir pro Stunde 40.- bleiben uns noch 1’420 für 25 Stunden, das macht dann noch 59.- pro Stunde. Wir Kreativen kalkulieren leider nicht so gerne und selten bis ins Detail. Wir würden schlicht und einfach weinen, wenn wir Schwarz auf Weiss sehen würden, dass wir mit der Reinigung von Sanitären Anlagen weitaus mehr verdienen würden. Und dies sogar ohne jahrelanges Schuften, damit wir überhaupt gut genug sind.

Warum wir ein wenig ausführlicher geworden sind, sollte nun klar sein. Ein seriöser Hochzeits-Fotograf, der Qualität abliefert und von seiner Arbeit leben will (ohne, einem Nebenjob nachgehen zu müssen, und permanent nahe einem Burnout ist) kann es sich schlicht und einfach nicht leisten, billiger für Sie zu arbeiten.

Und für all die, welche nun rufen, es sei frech von uns, zu behaupten, eine Fotografen, der für nur CHF 800.— eine ganze Hochzeit fotografiert, würde keine gute Arbeit abliefern: wir behaupten das nicht nur, wir wissen es. Für diesen Preis kann ein Fotograf nur mit günstigem Equipment anreisen und sich keine Zeit nehmen, Ihnen wirklich schöne Fotos abzuliefern. Es ist wie mit McDonalds oder Burger King, die können für ein paar Schweizer Franken auch kein Filet aus artgerechter Tierhaltung mit Bio-Beilagen abliefern!

Noch ein Beispiel gefällig: wir kennen ein Brautpaar, dem waren unsere Preise zu teuer. Sie haben dann einen befreundeten Fotograf, der ca. CHF 700.— verlangt hat, engagiert. Nun, die Hochzeit war vor über einem Jahr, und das Brautpaar wartet immer noch auf die bearbeiteten Fotos. Die unbearbeiteten haben sie in Kleinformat erhalten.

Da gibt es doch noch Onkel Walter

Zuerst ein fettes Entschuldigung für alle, die Walter heissen. Aber es gibt sie überall. Egal ob sie Onkel, Cousin oder ein Freund des Brautpaares sind. Jene, welche ebenso eine supertolle Kamera ihr eigen nennen. Nun, klar können wir Onkel Walter fragen, ob er unsere Hochzeit fotografiert. Jedoch, da kommt folgender Gedanke auf: nehmen wir an, ich teile Ihnen mit, dass ich mir einen super teuren Herd angeschafft habe. Würden Sie mir die gesamte Planung ihres Hochzeits-Menüs überlassen?

Und nicht zu vergessen, Onkel Walter ist ja auch noch Gast! Vielleicht möchte er mit Cousine Susi tanzen? Oder das feine Essen mit einigen Gläsern Wein geniessen? In dieser Zeit wird er bestimmt vergessen, dass er eigentlich Fotos schiessen sollte.

Fazit: machen Sie sich einfach klar, dass das alles richtig harte Arbeit ist. Der Fotograf ist nicht nur einfach auf Ihrer Hochzeit, um ein paar Fotos zu machen. Der Fotograf macht an diesem Tag mehr km zu Fuss, als die ganze Gesellschaft. Und er schleppt auch einiges an Gewicht mit sich rum. Und er MUSS - wenn er richtig gut ist - den ganzen Tag hoch konzentriert sein. Nach einem solchen Tag sind wir  jeweils total erledigt.

Verleihen Sie der Wahl Ihres Fotografen den richtigen Stellenwert. So sind Sie im Nachhinein nicht enttäuscht, weil das Einzige (ausser dem Ehering und dem Status ”verheiratet”) noch übrig ist, nicht schön geworden ist. Und buchen Sie frühzeitig! Die besten Fotografen sind oft schon ein Jahr im voraus ausgebucht.

 

Das Team vom Parkstudio wünschen Ihnen gutes Gelingen!

 
 
HOT

After Wedding

Es liegt uns besonders am Herzen, Sie von diesem Angebot überzeugen zu können. Wir empfehlen Ihnen, die Hochzeitsreportage zeitlich auf das Wesentliche zu reduzieren. Anstelle des mehrstündigen Abends, für dessen Ablauf es nicht zwingend einen Profi-Fotografen benötigt, haben wir das "After Wedding Shooting" für Sie kreiert. Ohne Druck und Nervosität, ohne Ihre Gäste warten zu lassen, und vor allem unabhängig vom Wetter (kann flexibel verschoben werden), können Sie diese speziellen Stunden an einer coolen Location, völlig unbeschwert, geniessen. Die daraus resultierenden Fotos werden Sie begeistern.

Bei gleichzeitiger Buchung mit der Hochzeits-Reportage kommen Sie in den Genuss eines sehr grosszügigen Rabatts. 

 
 

Get to Know Session

Die 'Get to Know Session' ist das perfekte Shooting, um Ihren Fotografen vor Ihrem grossen Tag einmal in Action zu erleben und sich in lockerer Atmosphäre kennen zu lernen. Die daraus resultierenden Fotos können Sie zum Beispiel für die Einladungs-Karten für Ihre Hochzeit verwenden. Gerne helfen wir Ihnen dabei.

 
 
 

Braut Make-Up

Das perfekte Hochzeits-Make-up... können Sie natürlich auch direkt  von uns erhalten. Simone Zbinden, die Inhaberin des Parkstudios, ist eine ausgebildete, professionelle Visagistin. Ihre Produkt-Linie "bPerfect" wird von zahlreichen Visagisten und Make-up Artists eingesetzt.

 
 

Fotobücher

Gerne stellen wir aus Ihren Lieblingsbildern ein persönliches Album zusammen. Die Bücher werden in Japan produziert und sind in der Qualität des Druckes sowie bei der Verabeitung beispiellos perfekt.